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Kontora

Japannual 2020

Anshul Chauhan | JP 2019 | 145 min | OmeU
Mit: Seira Kojima, Wan Marui, Taichi Yamada, Takuzo Shimizu

As Sora nach Hause kommt, findet sie ihren eben verstorbenen Großvater. Neben ihm eine kleine Metallkiste mit Erinnerungsstücken an seine Zeit im Zweiten Weltkrieg, darunter sein Kriegstagebuch. Sie verbirgt die Kiste und deren Inhalt und widmet sich diesem in Momenten in denen sie ungestört ist. Besonders das Tagebuch stößt auf ihr Interesse. Darin beschreibt der Großvater seinen „Metallarm”, den er im Wald vergraben haben will. Sora ist besessen von der Idee, diesen zu finden.  Eines Nachts, auf dem Heimweg von einem familiären Trinkgelage, das die enormen Spannungen innerhalb der Familie offenbart, fährt ihr Vater einen scheinbar obdachlosen Mann nieder. Besorgt um sein Befinden, nehmen sie ihn in ihre Wohnung auf und stellen seine sonderbaren Verhaltensweisen fest: Der Fremde geht ausschließlich rückwärts, mit dem Rücken voran, außerdem scheint er nicht bereit, auch nur ein Wort zu sprechen. Sein Verhalten bleibt undurchschaubar und rätselhaft, ein seltsamer Spiegel für die Kommunikationslosigkeit in Soras Beziehung zu ihrem Vater und ihre obsessive Reise zurück in die familiäre Vergangenheit.

Mit seinem intensiven Erstlingsfilm Bad Poetry Tokyo war der seit langem in Japan lebende und arbeitende Regisseur Anshul CHAUHAN bei JPL’18 vertreten. Seine zurückhaltenderere neueste Arbeit besticht mit betörenden schwarz/weiß Bildern und gewann zurecht den Hauptpreis bei den Tallinn Black Nights (zusätzlich noch nominiert für Regie und Kamera) und den Obayashi Preis als Bester Film bei Japan Cuts New York. Der rückwärts gehende Hidemasa MASE gewann den Darstellerpreis beim Osaka Film Festival in diesem Jahr.


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