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Curveball - Wir machen die Wahrheit

Johannes Naber | DE 2020 | 108 min | DF
Mit: Sebastian Blomberg, Dar Salim, Thorsten Merten ua.

Ab 27. November in der dt. Originalfassung

BND-Biowaffenexperte Wolf ist besessen von der Idee, dass im Irak trotz der UN-Kontrollen immer noch Anthrax-Viren hergestellt werden. Zurück in Deutschland teilt ihn sein Vorgesetzter Schatz als Führungsoffizier für den irakischen Asylbewerber Rafid Alwan  ein. Denn der behauptet, er sei als Ingenieur Teil von Saddam Husseins geheimem Biowaffenprogramm gewesen. Eine Sensation für den nicht gerade mit Erfolg verwöhnten BND, endlich wäre man der CIA mal eine Information voraus. Allerdings fehlt der Beweis. Doch die Suche danach ist schwierig, denn ,Curveball‘ weiß, was er wert ist. Und seine Aussagen spielen ganz unterschiedlichen Interessen in die Hände und  alle benutzen seine unglaubliche Story für ihre Zwecke. So wird eine konstruierte Geschichte immer mehr zur Realität und eine Lüge immer mehr zur Wahrheit. Die eine Entwicklung in Gang setzt, die die Weltpolitik nachhaltig verändert.

Fesselnd, absurd, so ernsthaft wie komisch und dabei höchst unterhaltsam hat Regisseur Johannes Naber (Zeit der Kannibalen) ein Politdrama verfilmt, das groteske Züge trägt. Doch so unglaublich die Geschichte auch klingen mag: Sie ist wahr. Leider. Basierend auf realen Ereignissen erzählt CURVEBALL – WIR MACHEN DIE WAHRHEIT, wie Rafid Alwans Aussagen für persönliche Karriere- und politische Machtspiele instrumentalisiert wurden. Und wie sie letztendlich für die Durchsetzung einer falschen Wahrheit genutzt wurden – die das entscheidende Argument lieferte, um 2003 den Krieg im Irak zu rechtfertigen.

In der Rolle von BND-Agent Wolf brilliert Sebastian Blomberg (Zeit der Kannibalen) einmal mehr mit seiner Darstellung zwischen Ernst und Humor. Genauso begeistern Dar Salim (Borgen, Game Of Thrones) als ,Curveball’ und die US-Schauspielerin Virginia Kull (The Looming Tower) als CIA-Expertin.

Johannes Naber wurde bereits mit seinem Debüt Der Albaner vielfach ausgezeichnet und gewann mit Zeit der Kannibalen u.a. eine Lola in Bronze und den Preis der Deutschen Filmkritik für den besten Spielfilm.

 

»Wunderbar skurriles Politkino.« – Filmstarts

»Eine so entschlossene wie unterhaltsame Abrechnung mit der kapitalismushörigen Politik – unglaubliches und unfassbares Kino.« – filmstarts.de


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