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Liebe Besucher*innen und Freund*innen des Filmcasinos und des Filmhaus Kinos!

Die Ereignisse überschlagen sich und selbst das engagierteste Team und die kreativste Programmierung sind machtlos gegen eine noch nie dagewesene Situation, wenn die Gesundheit unserer Gäste gefährdet ist.
Ein Kino ist gar nichts ohne sein Publikum, daher sehen wir uns nun veranlasst, iSd Anordnungen der Bundesregierung den Kinobetrieb im Filmcasino und im Filmhaus ab 14.3.2020 bis auf weiteres einzustellen und alle geplanten Vorstellungen abzusagen.
Wie es danach weitergehen wird, lassen wir Sie in Bälde wissen.
Diese Maßnahme trifft uns, wie auch die anderen Kinos und Kulturbetriebe sehr hart, und wir hoffen natürlich, dass wir diese Zeit ebenso gesund wie hoffentlich unser Publikum überstehen werden, das seine Abende jetzt daheim - statt bei uns im Kino - verbringen wird.

Wir freuen uns natürlich auch über zwischenzeitliche Solidaritätskundgebungen und Unterstützung, zB durch den Kauf unserer Kinogutscheine. https://www.ntry.at/filmcasinogutschein9
Die Abendkassa bleibt in dieser Zeit geschlossen. Bei Fragen sind wir per E-Mail unter filmcasino@filmcasino.at erreichbar.

Bereits gekaufte Eintrittskarten für Vorstellungen, die ab 14.3. stattgefunden hätten, werden wie folgt rückerstattet:

Wir bedanken uns für das uns entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns schon riesig, Sie sehr bald danach wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Bleiben Sie uns gewogen, bleiben Sie gesund und kommen Sie wieder!
Ihr Filmcasino & Filmhaus-Team

Chocolat

Claire Denis | FR 1988 | 105 min | OmeU
Mit: Isaach De Bankolé, Giulia Boschi, François Cluzet, Jean-Claude Adelin

Die junge France kehrt in den 1980er-Jahren als Besucherin nach Kamerun zurück. Sie wird von einem Mann mit Sohn mit dem Auto ein Stück des Weges mitgenommen und erinnert sich an ihre Kindheit.

Kamerun 1957, kurz vor Ende der Kolonialzeit: France ist noch ein Mädchen und wächst als einziges Kind des Verwaltungsbeamten und örtlichen Gouverneurs Marc Dalens und seiner Frau Aimée auf. Sie lebt in der Natur und ist oft allein. Gesellschaft leistet ihr Protée, der Boy der Familie, der das Vertrauen der Familie Dalens erworben hat und wie das Mädchen als Außenseiter lebt. Er ist Diener, Putzkraft, Übersetzer, Kindermädchen und Beschützer, wenn Marc auf Inspektion unterwegs ist. Stets hält er sich im Hintergrund und wird, obwohl er sich unentbehrlich macht, dennoch „nur“ als Diener angesehen. Aimée, die sich heimlich zu ihm hingezogen fühlt, unterdrückt ihre Gefühle, wie auch er unter seiner Liebe zu ihr leidet, jede Annäherung von ihrer Seite jedoch ebenso abrupt unterbindet. Über allem steht die unausgesprochene Wahrheit, dass er nur der Boy der Familie ist, der zudem oft als selbstverständlich übersehen wird.

»Die soziale Zeichnung hat einige grelle Töne, zum Beispiel, wenn auf dem Außenposten die Selbstherrlichkeit einer notgelandeten französischen Gruppe einbricht und allerlei Kolonialfratzen die kontemplativen Bilder stören. Aber Claire Denis gelingt es, ihr ästhetisches Prinzip durchzuhalten. Die Minimalisierung der Unruhe erbringt ein Maximum an Spannung in den Bildern. Das ist die Schönheit von CHOCOLAT. « DIE ZEIT

»Some kind of miniature classic… Miss Denis’s mastery of film-making technology, which is something that can be learned, is equaled by her splendid control of narrative, a more elusive talent. She is astonishing. There are no dark corners in the story. Everything that happens is vivid and clear, though subject to the kind of speculation that tantalizes and rewards.« The New York Times