Wellen Wende

Babykino

Josephine Ahnelt | AT 2026 | 73 min | OmU
Kinostart 14.10.2026

14.10. Im Anschluss: Filmgespräch mit der Regisseurin Josephine Ahnelt
-> KINO mit BABY/ SENSORY FRIENDLY: Das Saallicht bleibt etwas an, der Ton wird leiser gespielt. Babys dürfen mit in den Saal! Wickeltisch & Abstellplatz für Kinderwägen sind vorhanden.

Die Postpartum Zeit. Eine Zeit nach der Geburt, in der sich Eltern und Baby an ihr neues Leben gewöhnen. Gefilmt auf 16 mm, beobachtet Wellen Wende fünf Frauen, die über ihr erstes Jahr der Mutterschaft reflektieren.

Ein „reißender Hormoncocktail aus Gefühlen“, Seligkeit, aber auch Strapaz – das Wochenbett prägt das Leben und Fühlen von Judith, Doris, Nina, Ludisis und Luise, die Josephine Ahnelt in ihrem beobachtenden Dokumentarfilm porträtiert. In warmen, intimen 16mm-Aufnahmen rückt sie nah heran und bannt Bindung und Liebe, aber auch Depression, Sorge und das Gefühl des Verlusts der eigenen Identität. Ein Film, der Einblick in eine Normalität gewährt, die zumeist im Verborgenen stattfindet.

„Die Tage sind lang, aber die Jahre sind kurz“ – diesen Spruch hören junge Eltern oft. Die fünf Mütter Judith, Doris, Nina, Ludisis und Luise, die Josephine Ahnelt in ihrem beobachtenden Dokumentarfilm porträtiert, kennen ihn nur zu gut, denn ihre Kinder sind erst seit Kurzem auf der Welt. In intimen 16mm-Aufnahmen rückt Ahnelt nah heran, filmt Seligmachendes und Strapazierendes und vermittelt jenen „reißenden Hormoncocktail aus Gefühlen“, der nicht nur die eigene Identität, sondern auch alles, was mit ihr im Zusammenhang steht, erfasst. Beziehung, Arbeit – der Blick auf sich selbst. Ihre Bilder zeigen sowohl das gleißende Licht, das auf Wäscheberge und freigelegte Brüste fällt, als auch Schreie im Dunkeln, Beruhigungsversuche und Sorgen.

Postpartale Depression und Einsamkeit sind keine Tabuthemen, sondern Facetten eines umfassenden, sensiblen Umbruchs. Wellen Wende wird dabei zum Dokument eines ständigen Abwägens und Austarierens: zwischen Partner- und Elternschaft, Erwerbstätigkeit und Care-Arbeit, Fremd- und Selbstbild. Ahnelt kompiliert dieses Erleben zu einer wertfreien und interessierten Perspektive. Aus dieser werden die Wellen, die im Wochenbett erschreckend hoch schlagen können, zu Ereignissen einer Normalität, die lediglich im Verborgenen stattfindet. Sie sichtbar zu machen, ist nicht nur verbindend und tröstlich, sondern auch ein solidarischer Akt. (Carolin Weidner/Diagonale Katalog 2026)

Trailer WELLEN WENDE (Josepine Ahnelt, AT-2026)

„Ein feinfühliger Film.“ Kurier

7,5/10 „Wellen wende wurde also vollständig auf 16-mm-Film gedreht und zeigt uns daher hautnah das Leben von Judith, Doris, Nina, Ludisis und Luise. […] Dieser intensive und interessante Wellen wende zeigt uns nicht nur die kompliziertesten Aspekte der Mutterschaft. Im Gegenteil.“ Cinema Austriaco

★★★★☆ „Die Hingabe an den Alltag erweist sich als eine der größten Stärken dieses Dokumentarfilms, der aus einer analogen Perspektive einen intimeren Zugang ermöglicht. Gedreht auf 16mm, beobachtet die Kamera die Mütter beim Füttern, Spielen und Streicheln ihrer Babys und schafft so eine authentische Verbindung zu ihrer Hingabe. Die Reflexionen zeigen, dass Mutterschaft für jede Frau anders ist, sich aber gleichzeitig durch gemeinsame Beziehungen und Verhaltensweisen entfaltet, unabhängig von den Herausforderungen, denen sich jede Frau in ihrem Leben stellen muss.“  En Primera Fila

 


Wellen Wende

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Josephine Ahnelt | AT 2026 | 73 min | OmU

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