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Tokyo Kurds

Japannual 2022

Fumiari Hyuga | JP 2021 | 103 min | OmeU

Die Tokyoter Polizei staunte nicht schlecht, als es im Herbst 2015 zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden kam. Mitten in Tokyo. Den wenigsten bewußt, leben doch in der japanischen Metropole mehr als 1500 Kurden und Kurdinnen, die meisten von ihnen illegal. Der Flüchtlingsstatus wird höchst selten gewährt, oftmals werden Betroffene bis zu deren Aufgabe festgehalten.

Wir treffen zwei junge Kurden, nach erfolgter familiärer Flucht aus der Türkei seit vielen Jahren im Land mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus. Japanisch sprechen sie fließend, sie fühlen sich hier zu Hause, aber nicht willkommen. Mit Gelegenheitsjobs halten sie sich über Wasser, offizielle Arbeit ist nicht erlaubt. Während der Strebsamere der beiden bereit ist, sich den Herausforderungen zu stellen und einen Platz an einer Uni anstrebt, beginnt der andere an den Belastungen, die die japanischen Behörden an ihn stellen, zu zerbrechen.

Die Doku hat ihren Ursprung als Kurzfilm im Jahr 2018 und wurde schließlich zu einem vollwertigen Dokumentarfilm ausgeweitet. Der berührende und vielschichtige Film von Fumiari HYUGA beleuchtet in bestechender Unmittelbarkeit die verschiedenen Aspekte des Immigranten Lebens in Japan und ist ein wunderbares Companion Piece zum Japannual Eröffnungsfilm MY SMALL LAND, der sich ebenfalls mit der Situation der Kurden und Kurdinnen in Japan auseinandersetzt.


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