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The Cleaners

Hans Block, Moritz Riesewieck | DE/BR/NL/US 2018 | 88 min | OmU

Im Rahmen der Ausstellung »Under Pressure – Über Formen des Autoritären und die Macht der Entscheidung« im frei_raum Q21 exhibition space / MuseumsQuartier Wien zeigen wir euch die spannende Doku THE CLEANERS am 5.November

 

Die von Sabine Winkler kuratierte Ausstellung beschäftigt sich mit autoritären Tendenzen, die zunehmend in politischen und ökonomischen Bereichen sowie in Umgebungen der KI-Entwicklung auftauchen. Das Zustandekommen von Mehrheiten für autoritär agierende PolitikerInnen, ein offensichtlich autoritär agierender Finanzmarkt, sowie autoritäre Strukturen informationstechnischer Systeme und autoritäre Tendenzen in der KI-Entwicklung führen zu der Frage, ob neue Formen des Autoritären sich dadurch unterscheiden, dass sie individuelle Freiheiten erlauben oder zumindest diesen Eindruck vermitteln.

THE CLEANERS ist eine Reise in eine versteckte Schattenindustrie mitten in das Herz digitaler Zensur – dorthin wo das Internet von kontroversen Inhalten „gesäubert“ werden muss. Wer kontrolliert, was wir sehen und was wir denken?

THE CLEANERS enthüllt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Outsourcing-Standort für Content Moderation. Dort löschen zehntausende Menschen in zehn Stunden Schichten im Auftrag der großen Silicon Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos von Facebook, YouTube, Twitter&Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden so an die Content Moderatoren outgesourct. Die Kriterien und Vorgaben, nach denen sie agieren, ist eines der am besten geschützten Geheimnisse des Silicon Valleys.

Die Grausamkeit und die kontinuierliche Belastung dieser traumatisierenden Arbeit verändert die Wahrnehmung und Persönlichkeit der Content Moderatoren. Doch damit nicht genug. Ihnen ist es verboten, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Parallel zu den Geschichten von fünf Content Moderatoren erzählt der Film von den globalen Auswirkungen der Onlinezensur und zeigt wie Fake News und Hass durch die Sozialen Netzwerke verbreitet und verstärkt werden.

Die utopische Vision einer vernetzten globalen Internet-Gemeinde wird endgültig zum Albtraum, wenn hochrangige ehemalige Mitarbeiter der Sozialen Netzwerke Einblicke in die Funktionsweisen und Mechanismen der Plattformen geben. Durch gezielte Verstärkung und Vervielfältigung jeglicher Art von Emotionen, werden die Plattformen zu gefährlichen Brandbeschleunigern, die soziale, politische und gesellschaftliche Konflikte anheizen und die drohende Spaltung unserer Gesellschaft vorantreiben.

Die Regisseure Hans Block und Moritz Riesewieck erzählen in ihrem Debutfilm vom Platzen des utopischen Traums der Sozialen Medien und stellen die drängende Frage nach den Grenzen des Einflusses von Facebook, YouTube, Twitter & Co auf uns und unsere Gesellschaften.


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