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Risse im Beton

Directors Screening

Umut Dag | AT 2014 | 105 min | DF
Mit: Murathan Muslu, Alechan Tagaev, Erdem Türkoglu

Nach dem Film Q&A mit Umut Dağ (Regie) & Georg Geutebrück (Kamera)

Ertan kommt nach 10 Jahren frei – gebrochen und gezeichnet von der Zeit hinter Gittern. Der 15-jährige Mikail hängt mit seinen Jungs auf der Straße ab und träumt von einem Leben als Rapper, Ertan sucht Mikail. Mikail kennt Ertan nicht. Aber bald müssen die beiden der harten Realität ins Auge blicken.

Wie in „Kuma“, 2012 im Panorama der Berlinale gezeigt, erkundet der Michael-Haneke-Schüler Umut Dag auch in RISSE IM BETON (Berlinale 2014, Panorama) die Realität seiner energiegeladenen Protagonisten, zum Teil von Amateuren gespielt, und das Milieu, in dem sie leben, aus nächster Nähe. Gleichzeitig schafft der Film ein Universum, das man im österreichischen Kino so noch nie gesehen hat: Gangs, Drogen, dreckiger Rap, dreckige Kämpfe und dreckiger Sex prägen das Wiener Viertel, in das Ertan nach zehn Jahren Gefängnis zurückkehrt. Er ist 35 Jahre alt, hat den Kontakt zu Frau und Kindern verloren, und selbst sein Bruder will nichts mit ihm zu tun haben, auch wenn er reifer geworden ist und jeglichem Ärger fern bleiben will. Teenager Mikail ist auf dem besten Weg, dieselben Fehler wie sein ihm unbekannter Vater Ertan zu begehen. Mit Drogendeals will er sich eine Zukunft als berühmter Rapper finanzieren. Die meiste Zeit verbringt Mikail in einem Jugendzentrum, wo er ein Demoalbum aufnehmen möchte. Um näher an Mikail heranzukommen, nimmt Ertan dort eine Arbeit an. Wenn er heimlich bei den Proben zuhört, lächelt er stolz in sich hinein. Seine Freunde verstehen nicht, wo der gefährliche und unberechenbare Ertan von früher geblieben ist, doch er hat nur eines im Sinn: Mikail auf den rechten Weg bringen und seine Fehler von damals wiedergutmachen.


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