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OKABRE plays A Page of Madness

Japannual 2022

OT: Kurutta ippêji
Teinosuke Kinugasa | JP 1926 | 70 min | OmeU
Mit: Masao Inoue, Ayako Iijima, Yoshie Nakagawa, Hiroshi Nemoto

Das Kollektiv Okabre schreibt und vertont live alternative Kompositionen für filmische Kunstwerke. In ihrer vierten Filmkonzertreihe widmen sie sich dem Regisseur Teinosuke KINUGASA, einem der großen Pioniere des japanischen Kinos, und dem Literaturnobelpreisträger Yasunari KAWABATA, der das Drehbuch zu A Page Of Madness schrieb. Beide waren Mitglied der literarischen Avantgarde-Gruppe Shinkankaku-ha. Der Film galt als verschollen, bis er 1971 in Kinugasas Lagerhaus wiederentdeckt wurde.

Der Stummfilm A Page Of Madness, der sich vielleicht selbst das Prädikat Klassiker verweigern würde, so herausgenommen von Zeit und Umfeld, wirkt seine schier unglaubliche Präsenz. Zu seiner Erscheinungszeit kaum wahrgenommen, dann gar völlig in Vergessenheit geraten bis zur Wiederentdeckung Jahrzehnte später, strahlt er noch immer oder gar noch verstärkt mit beispielhafter Intensität.

Der Abstieg in die Welt des Wahnsinns und die Verunsicherung, wer nun auf welche Seite der trennenden Gitterstäbe der dargestellten Anstalt gehört, zusammen mit dem Spürbarmachen von desorientierenden Halluzinationen sind auch nach fast hundert Jahren noch herausragend.

Okabre:

Manfred Rahofer – electronics

Thomas A. Pichler – cellare

Andreas Wahl – drums, flute

Rainer Vitus Montana – vocals

Günther Gessert – theremin, marxophone, guitar

Florian Graf – guitar


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