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Dear Etranger

OT: Osanago warera ni umare
Yukiko Mishima | JP 2017 | 127 min | OmU
Mit: Tadanobu Asano, Rena Tanaka, Shinobu Terajima, Miu Arai, Narushi Ikeda

Das Prinzip der Patchworkfamilie ist in Japan weit weniger geläufig als in unseren Breiten. Dies bekommt auch Makoto zu spüren. In seiner zweiten Ehe hat er nun zwei Töchter, die seine neue Frau Nanae in die Ehe mitbrachte. Seine leibliche Tochter sieht er kaum noch, seine neue Familie will deren Existenz gar nicht wahrhaben. Als nun gemeinsamer Nachwuchs ins Haus steht, reagiert das ältere Stiefkind mit offener Ablehnung und spricht ihm sein Anrecht auf Vaterschaft ab. Die Familie droht zu zerbrechen und Makoto muss sich essentiellen Fragen über die Bedeutung des Prinzips Kleinfamilie stellen.

 

Die harte Offenheit, mit der die Regisseurin Yukiko MISHIMA hier in der Verfilmung des Romans von Kiyoshi SHIGEMATSU aus dem Jahr 1996 zu überzeugen vermag, ist ungewohnt in japanischen Familiendramen. Beinhart sind die Worte der Tochter, anklagend und verletzend. Die Lügen, mit denen man das Scheinbild wahren möchte, rächen sich bitter. Zwei große des japanischen Filmschauspiels geben dem Film die nötige Dichte, Tadanobu ASANO (letztes Jahr in gänzlich gegensätzlicher Rolle in Harmonium bei Japannual zu sehen) und Shinobu TERAJIMA in der Nebenrolle der Ex-Frau (sie war die Lucy in Oh Lucy beim letzten Japannual). Die Ehefrau Nanae wird von Rena TANAKA verkörpert, die dafür beim Mainichi Film Concours ausgezeichnet wurde.