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02 Pressebild "Fritzi - Eine Wendewundergeschichte" © Polyfilm Verleih

Filmwunder-PREMIERE am 12. Oktober 2019 um 14 Uhr im Filmcasino

Special in Kooperation mit „Neuer Österreichischer Trickfilm“:
Im Anschluss wird Conrad Tambour, einer der Zeichner des Films, im Rahmen eines kleinen Q & A einen Einblick in die Entstehung des Zeichentrickfilms geben.

Deutschland, 1989. Liebevoll kümmert sich die zwölfjährige Fritzi um den kleinen Sputnik. Er ist der Hund ihrer besten Freundin Sophie, die über die Sommerferien nach Ungarn gefahren ist. Doch zu Schulanfang kehrt Sophie nicht in die Klasse zurück. Wie viele andere ist sie in den Westen geflohen. Mutig macht sich Fritzi auf die Suche nach ihrer Freundin und gerät in ein Abenteuer, das die Zukunft des ganzen Landes verändert. Eine spannende Wendegeschichte, die nicht nur junge Zuschauer*innen berühren wird.

FRITZI – EINE WENDEWUNDERGESCHICHTE Trailer German Deutsch (2019)

Filmscreening in memoriam Ronit Kertsner (1956 – 2020)
SO 25.10. um 11 Uhr im Filmhaus (Spittelbergg.3)

Ein Mann singt einer arabischen Familie, die er durch Ungarn an die österreichische Grenze fährt, ein jiddisches Lied vor. Beim „Jam-dari-dari“ stimmen die jungen Flüchtlinge mit ein. Das Video davon verbreitet sich viral im Netz. Die israelische Filmemacherin Ronit Kertsner wollte wissen, wer dieser Mann ist – und hat über den österreichischen Wanderhirten Hans Breuer die Doku REFUGEE LULLABY gedreht.

»Ein Film, der einem das Herz bricht – und zugleich wieder zusammensetzt.« TT

Hans Breuer ist eine außergewöhnliche Figur: Er hütet Schafe und singt dabei jiddische Lieder. Über mehrere Monate hinweg begleitete die israelische Filmemacherin Ronit Kertsner den letzten Wanderhirten Österreichs, als dieser sich im Herbst 2015 immer wieder an die ungarische Grenze aufmachte, um Geflüchtete zu unterstützen. Refugee Lullaby ist ein Film über ein ungewöhnliches Lebenskonzept, berührende Begegnungen und hingebungsvolle Solidarität.

Liebevoll hilft Hans Breuer einem erst wenige Stunden alten Lamm auf die zittrigen Beine. Umgeben von einer blökenden Herde stimmt der Schäfer leise eine Melodie an. Dieser Mann führt ein außergewöhnliches Leben: Als letzter Wanderschäfer Österreichs zog er jahrelang quer durch die österreichischen Alpen – er hütet Schafe und singt dabei jiddische Lieder. Ronit Kertsner erzählt in REFUGEE LULLABY nicht nur von einem besonderen Lebenskonzept, sondern auch von Begegnungen voller Hilfsbereitschaft und Solidarität in jüngster Vergangenheit: Über mehrere Monate hinweg begleitete die israelische Filmemacherin den Wanderschäfer, als dieser sich im Herbst 2015 immer wieder an die ungarische Grenze aufmachte, um geflüchtete Menschen zu unterstützen. Der Film folgt den steten Bewegungen seines Protagonisten und zeichnet mit jedem Schritt deutlichere Konturen eines Wanderers zwischen den Kulturen, der als Aussteiger ein bescheidenes Leben auf dem Land führt und sich hingebungsvoll und selbstlos wieder in die Gesellschaft einklinkt, wenn andere Hilfe brauchen.

Unaufdringlich, aber stets aufmerksam hört Ronit Kertsner zu, wenn Hans Breuer von der kommunistischen Mutter – einer der Widerstandskämpferinnen aus dem österreichischen Dokumentarfilm KÜCHENGESPRÄCHE MIT REBELLINNEN (1984) –, vom jüdischen Vater, vom Aufwachsen in Österreich, von antifaschistischem Grundkonsens und von der erst spät entdeckten Liebe zur jiddischen Musik erzählt. Aus diskreter Nähe beobachtet die Kamera Breuers anrührende Begegnungen mit Menschen in provisorischen Unterkünften an der Grenze, entspannte Weidengänge mit seiner Lebenspartnerin und den beiden Kindern oder der Besuch zweier junger Flüchtlingsfamilien aus seinem ehrenamtlichen Deutschunterricht: Dennoch ist der Film mehr als bloßes Porträt: Geschickt laufen die Erzählfäden hier und da weiter – bei Breuers Nichte Verena Krausneker etwa, der Mitbegründerin des Wiener Vereins Shalom Alaikum, der sich vor allem um Geflüchtete aus muslimischen Ländern kümmert. So blickt Refugee Lullaby auf ein solidarisches Miteinander – und überall taucht sie auf: diese berührende Musik, die bekanntlich dazu imstande ist, alle Grenzen zu überwinden.

Mehrsprachige Originalfassung (fremdsprachige Teile deutsch untertitelt)

»Breuers temporäre Vision vom Paradies lädt zum Träumen darüber ein, dass es außerhalb der Tretmühle auch noch andere Arten zu leben gibt.« – ORF.at

»Ein Film, der einem das Herz bricht – und zugleich wieder zusammensetzt.« TT

»Menschlichkeit zum Niederknien« – TT

»Ein herzzerreißendes Plädoyer für das Miteinander.« – Kleine Zeitung

Ab 5.Oktober

Der komplett auf jiddisch gedrehte Film erzählt die Geschichte des Witwers Menashe (Menashe Lustig), der entgegen aller religiösen Traditionen darum kämpft, seinen Sohn Rieven (Ruben Niborski) allein erziehen zu können. Ein warmherziges und beeindruckend authentisches Spielfilmdebüt des Dokumentarfilmemachers Joshua Weinstein über einen universellen Konflikt inmitten einer abgeschotteten Gemeinde. Zwei Jahre drehte er dafür mit echten Haredim (Ultraorthodoxe) in Borough Park in Brooklyn, New York – der größten Chassidischen Gemeinde außerhalb Israels. Für seinen Mut wird es weltweit auf Festivals und in der Presse gefeiert.

In Borough Park im orthodox-jüdisch geprägten New Yorker Stadtteil Brooklyn bestimmen Religion und Tradition das ganze Leben. Der Supermarktverkäufer Menashe (Menashe Lustig) kämpft nach dem Tod seiner Frau um das Sorgerecht seines Sohnes (Ruben Niborski), was nach strenger Auslegung der Thora nicht möglich wäre. Menashe ist ein klassischer „Schlimasel“, vergesslich und chaotisch, der mit seinem Verhalten in der konformen Gemeinde immer wieder für Aufsehen und Gelächter sorgt. Mit seinem kleinen Gehalt kommt er dazu kaum über die Runden, und so bestimmt der Rabbi, dass der Sohn Rieven besser bei der Familie des Onkels aufwächst – solange bis Menashe wieder heiratet und sein Leben in geordnete Bahnen führt. Für Menashe beginnt ein innerer und äußerer Kampf mit den Traditionen, an dessen Ende er sich entscheiden muss, ob er frei sein will oder sich den Erwartungen beugt.

MENASHE Trailer English German OmU (2018)

»Ein warmherziges Juwel.« Los Angeles Times

»Ein ungewöhnlicher Film, ein Blick durchs Schlüsselloch einer verschlossenen Gemeinde.« Die Welt

»Eine einfühlsame menschliche Komödie.« The New York Times

»Ein klassischer ‚shlimasel‘ in der Woody-Allen-Nachfolge.« FAZ

»Eine ehrliche Vater-und-Sohn-Geschichte.« SRF

»…ein kultureller Einblick mit viel Menschenwärme.« cineman.ch

„An und für sich ist der Hund nie schuld.“

In einem Wechselspiel von Nähe und Distanz erzählt TIERE UND ANDERE MENSCHEN über die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Das Wiener Tierschutzhaus beherbergt rund 1.000 tierische Schützlinge, von ausgesetzten Haustieren, konfiszierten Exoten bis zu Wildtieren, die aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt wurden.

Trotz allem aber ist es ein Ort voller Hoffnung und Engagement, der den Rahmen für eine Vielzahl an miteinander verknüpften Geschichten bildet. Unmittelbar, ohne wertenden Kommentar begleitet Regisseur Flavio Marchettidie ÄrztInnen und PflegerInnen bei ihrem täglichen Bemühen, verletzte und verstoßene Tiere artgerecht zu versorgen, zu operieren und aufzupäppeln, an ein liebevolleres Heim zu vermitteln oder wieder auszuwildern. Es sind beklemmende wie humorvolle Begegnungen zwischen Mensch und Tier: Steckbriefe, die wie Dating-Profile Auskunft über die Charaktereigenschaften der Tiere geben, eine Pflegerin, die einem Kakadu aus einem Kinderbuch vorliest, oder Schimpansin Rosi, die zaghaft ihre Hand durch das Gitter streckt.

Auf Augenhöhe mit der Kamera ist man versucht, in den entwaffnenden Blicken der Tiere menschliche Wesenszüge zu erkennen. „Sämtliche Tiere reden mit uns. Das Problem ist: wir verstehen sie nicht“, sagt eine Zoologin im Film. Der Film ist aber mehr als das Porträt einer Institution: TIERE UND ANDERE MENSCHEN ist ein Sinnbild für das Mitgefühl als moralischer Wert einer Gesellschaft.

TIERE UND ANDERE MENSCHEN Teaser 3