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Rumänien: Radu Jude


Auf unseren „Balkanrouten“ folgen wir der Donau gegen den Strom, um durch das Kino einen neugierigen, widerständigen und affirmativen Blick auf das Fremde und Nahe in Europa zu werfen. Den Anfang unserer kleinen Flussreise macht eine herausragende Stimme des jungen rumänischen Kinos: Radu Jude. In den letzten Jahren hat er sich mit Dingen beschäftigt, die in der rumänischen Geschichtsschreibung allzu gern unter den Tisch gekehrt werden. Sie zeigen, dass das Land noch lange nicht über seine problematische Vergangenheit hinweg ist. Im Kern geht es dabei immer wieder um Antisemitismus. Dabei verbindet er schonungslose Offenheit mit subtiler Absurdität. Der Kurzfilm O umbra de nor (Shadow of a Cloud) begleitet die mühevollen Alltagswege eines Priesters durch eine in Traditionen verharrende Gesellschaft, während sich der Langfilm Inimi cicatrizate (Vernarbte Herzen) mit Leben und Werk des jüdisch-rumänischen Schriftstellers M. Blecher auseinandersetzt. Mit Knochentuberkulose in einem Sanatorium an der Schwarzmeerküste eingesperrt, driften der junge Geist und der starre Körper des jungen Emmanuel in einen Spagat, der mal sehnsuchtsvoll, mal irrsinnig komisch und mal voller Schmerzen von einem verpassten Leben erzählt.

In Kooperation mit Jugend ohne Film.


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