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Passage of Life

OT: Boku no kaeru basho
Akio Fujimoto | JP 2017 | 98 min | OmU
Mit: Issace, Htet Myat Naing, Kuromiya Niina, Kaung Myat Thu, Khin Myat Thu

Dass Japan für viele eindrucksvolle Dinge bekannt ist, eine besonders offene Flüchtlingspolitik hier aber nicht dazu gehört, ist kein Geheimnis. Im Jahr 2017 suchten 20.000 Flüchtlinge um Asyl an, 20 wurden als solche akzeptiert. Eine zweistellige Zahl im 127 Millionen Land. Dem Schicksal einer Flüchtlingsfamilie, die illegal im Land lebt, widmet sich dieser Film. Aus Myanmar kam die vierköpfige Familie nach Tokyo, um sich hier eine neue Existenz aufzubauen. Gnadenlos verfolgt von Bürokratie, bedrängt von der Gefahr von Abschiebung, droht der Familie die womöglich endgültige Spaltung. Der berührende Film basiert auf einer, wahrscheinlich aber tausenden, wahren Geschichten und spricht Themen an, die wir im japanischen Gegenwartskino nur allzu selten zu Gesicht bekommen.

Regisseur Akio FUJIMOTO setzt mit seinem Erstlingswerk ein klares Zeichen für eine Veränderung  des Bewusstseins im Umgang mit der Flüchtlingssituation in Japan. Die Darstellenden der burmesischen Familie allerdings sind allesamt aus der dortigen burmesischen Community und wissen sehr genau, wovon sie erzählen.