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"A remarkably assured picture, beautifully
lensed and cut ... A total joyous delight." Variety
| "Ausländer, die sich länger als eine Woche in Japan aufhalten oder
gar die Sprache lernen, werden verstehen, daß sich das japanische Konzept der Komödie
von unserem unterscheidet, manchmal sogar grundlegend, auch wenn die Japaner, wenigstens
die in der U-Bahn, zu gerne lachen. Den Amerikanern, die mit I Love Lucy, All In The
Family und Roseanne aufgewachsen sind, mag es ausgesprochen eklatant
erscheinen, daß es in Japan keine "sitcoms" gibt. Natürlich gibt es Filme, in
denen dämliche Charaktere in absurde Situationen geraten, das soll jedoch normalerweise
ein nachgiebiges Lächeln über die ach so menschlichen Schwächen hervorrufen und kein
Glucksen, Kichern oder dröhnendes Gelächter. (...) Auch wenn RADIO NO JIKAN kein Kinoremake von Roseanne ist, handelt es sich bei diesem Film um eine brillante, originelle Komödie, eine Farce mit einer schlauen Ausgangsposition, funkensprühenden schauspielerischen Leistungen und Dialogen, die einen laut auflachen lassen. Basierend auf dem von Mitani geschriebenen Theaterstück, das von seiner Theatergruppe "Tokyo Sunshine Boys" aufgeführt wurde, ist der Film offensichtlich theatralisch angelegt. Die Handlung spielt vorwiegend an einem Ort - in einem Aufnahmestudio eines großen Tokioter Radiosenders -und die Schauspieler wären auch im zweiten Rang noch zu hören. Aber Mitani, der seit seiner Zeit als Student an der Nihon Universität zahlreiche Theaterstücke und Drehbücher geschrieben hat und 1983 die "Tokyo Sunshine Boys" ins Leben rief, weiß genau, was er tut. Seine Schauspieler versuchen nicht, "normale" Menschen zu spielen, sondern es gelingt ihnen auf komische Art und Weise, Menschen darzustellen, die sich nicht allzu sehr von ihnen selbst unterscheiden. Sie spielen Leute aus dem Showbusiness, die angeblich ein Hörspiel aufführen sollen, in Wirklichkeit aber - je nachdem, wo sie in der Hackordnung stehen - mit nichts anderem beschäftigt sind als damit, das eigene Ego zu pflegen. Fast alle verströmen fast immer entweder Charme oder Boshaftigkeit. Ist das übertrieben? Vielleicht. Wirklichkeitsnah ist es auf jeden Fall. RADIO NO JIKAN erinnert stark an das Meisterwerk
unter den Screwball-Komödien, The Twentieth Century (ohne den Glamour von Carole
Lombard und den himmelschreienden Egoismus von John Barrymore). Doch obwohl der Film
Hollywood in Stil und Wesen noch nähersteht als die Komödien von Juzo Itami, sagt er
mehr über die Strukturen innerhalb des japanischen sozialen Gefüges als jeder andere
Film der letzten Jahre."
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