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Matías Bizes Debüt Sábado – Das Hochzeitstape (2003) war ein erfrischendes
Stück junges chilenisches Kino. Gedreht in einer einzigen Plansequenz,
in Echtzeit, verfolgte die Kamera eine betrogene Braut, die durch die
Stadt irrt, um ihren Bräutigam zur Rede zu stellen. Das war so intim wie
ein Privatvideo und so gewitzt wie eine improvisierte Schauspielübung.
Intim wird es auch in Bizes jüngstem Film EN LA CAMA.
Santiago de Chile, das Motel Cozumel, die Begegnung zweier Fremder:
Daniela und Bruno lernen sich auf einer Party kennen und verbringen eine
Nacht miteinander. Eine spontane Vertrautheit entwickelt sich zwischen
ihnen. Voller Wucht und Leidenschaft nähren sich Erinnerungen und
Träume, Ängste, Wünsche, Ehrlichkeit, Liebe und Hass. Bis zum
Morgengrauen werden zwei Fremde zu Seelenverwandten – was aber bleibt
von der Intimität am nächsten Tag?
Mit EN LA CAMA ist Regisseur Matías Bize eine subtil ausbalancierte
Liebesgeschichte gelungen, die das kleine Drama zweier Menschen zeigt,
die sich bei aller körperlichen Anziehung und seelischer Nähe
schließlich doch nicht finden können. Die Geschichte entwickelt sich
durch die spontane Sympathie und die Vertrautheit, die sich im Verlauf
des Films zwischen den Hauptfiguren entspinnt. Dem Film gelingt es,
Momente jener Schönheit einzufangen, die eine flüchtige Begegnung
erzeugen kann.
EN LA CAMA wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem für das Beste
Drehbuch sowie die Besten Schauspieler.
www.enlacama.cl
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